Freude wirkt – Wenn du dich abgelehnt fühlst
Shownotes
Thomas Brezina ist überzeugt: Diese Journalistin kann ihn nicht ausstehen.
Das Interview wirkt kühl, distanziert und unangenehm.
Jahre später erfährt er die Wahrheit – und die verändert seinen Blick auf zwischenmenschliche Begegnungen völlig.
Eine Geschichte darüber, wie oft wir Ablehnung fühlen, obwohl sie gar nicht existiert.
Freude wirkt.
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00:00:00: Freude wirkt.
00:00:01: Kleine Gedanken mit großer Wirkung, ich bin Thomas Brezina und die Welt ist gegen dich!
00:00:06: Und Leute können dich nicht ausstehen... ...und du kannst es spüren an ihrem Blick, an ihrer Haltung, an ihre Art.
00:00:13: Es ist schrecklich.
00:00:14: Fast unerträglich.
00:00:16: Es tut weh diese Ablehnung Nicht wahr?
00:00:20: Naja Ich rede jetzt hier mehr als eigener Erfahrung.
00:00:23: Ich weiß nicht wie es euch damit geht und ob ihr so etwas auch schon einmal erlebt habt oder vielleicht sogar öfter.
00:00:30: Auf jeden Fall habe ich hier eine sehr interessante Erfahrung gemacht, von der ich euch heute erzählen möchte.
00:00:38: Es war vor einigen Jahren.
00:00:41: da hat mich eine Journalistin interviewed jung, sehr sachlich, sehr nüchtern für mein Gefühl emotionslos.
00:00:53: Normalerweise in Interviews erlebe ich das.
00:00:56: die Menschen die mir gegenüber setzen reagieren vielleicht Lachen oder sehr interessiert, sie schauen oder irgendetwas sagen.
00:01:05: Oder vielleicht auch kurz erzählen, welchen Beziehung Sie zu dem haben was ich da sage?
00:01:10: Nichts!
00:01:12: Diese junge Frau hat ihre Fragen gestellt und mein Gefühl war, was immer ich sage, sie hält es für Nonsens.
00:01:22: Es ging sehr viel um Kinder wie man Kinder begegnet, wie man sie sieht die Arbeit für Kinder und ja... Ich dachte furchtbar.
00:01:30: also kann man nicht vorstellen, dass dieser Artikel irgendwie gut wird.
00:01:36: Warum lehnt sie alles ab?
00:01:38: Was ich sage?
00:01:40: Warum findet sie mich schlecht?
00:01:44: Wieso wollte sie dieses Interview überhaupt machen oder will sie mir schaden?
00:01:47: Will sie mich fertig machen?
00:01:48: Das waren alles meine Gedanken.
00:01:50: Oder will sie einfach was Negatives schreiben?
00:01:54: Na gut!
00:01:55: Ich habe den Artikel nicht gelesen und ich hab nicht einmal gefragt, was drin entstand.
00:02:01: Das Interview war vorbei, ich war froh und habe die ganze Sache zur Seite geschoben.
00:02:06: Und dann schließlich auch vergessen Jahre später bei einem Abendessen, bei so einem offiziellen Abendessen sitze ich genau neben dieser Journalistin.
00:02:20: Mir wurde anders vor allem, weil ich mir gedacht hab, worüber soll ich mit der den ganzen Abend reden?
00:02:26: Puh!
00:02:27: Ignorieren kann ich sie auch nicht und irgendwie war ich sauer, weil Also diesen Artikel damals hätte ich wirklich nicht gebrauchen, ohne ihn zu kennen.
00:02:37: Und dann sagt die Frau noch vor der Suppe zu mir, wie hat ihnen damals mein Artikel gefallen?
00:02:45: Lügen wollte ich nicht und drum habe mich gesagt ganz ehrlich Ich hab ihn nicht gelesen.
00:02:50: Sie war ein Zätzt und sie hat gesagt also das enttäuscht mich jetzt sehr!
00:02:54: Ich hatte mir solche Mühe gegeben und dann hat sie etwas gesagt dass mich fast aus den Schuhen gekippt hat.
00:03:04: Ich war nämlich so begeistert und fasziniert, was sie zu erzählen hat.
00:03:10: Begeistert?
00:03:12: Faszinierend?!
00:03:13: Und dann hat sie am Handy den Artikel aufgewählt und ihn mir hingehalten – lange Rede kurzer Sinn!
00:03:19: Also nicht viele haben mich so gut verstanden wie Sie.
00:03:23: Ihre Worte waren keine Lobhudelei sondern eine sehr... angenehme, sachliche und herzliche Schilderung von dem was ich über meine Arbeit, über Respekt für Kinder und über Projekte denke die ich mache.
00:03:40: Ich habe es nicht glauben können!
00:03:43: Und dann hab' ich ja die Wahrheit erzählt... ...ich habe gesagt wie sie mir vorgekommen ist?
00:03:48: Wie sie mir erschienen
00:03:49: isst?!
00:03:50: Wie sie da war und wie ich dachte.
00:03:52: Sie findet alles blöd und sie lehnt mich ab usw.. Sie war fassungslos Und sie hat gesagt, ich war selten vor einem Interview so aufgeregt wie vor dem Interview mit ihnen.
00:04:06: Ich habe alles daran gesetzt, so professionell wie nur irgendwie möglich zu wirken damit Sie nicht enttäuscht sind oder mich nicht ernst nehmen weil ich doch noch jung bin und noch nicht so lange für dieses Magazin arbeite.
00:04:21: Bitte!
00:04:22: Ist das nicht großartig?
00:04:24: Ist es nicht unglaublich was ich gedacht habe was sie gedacht?
00:04:28: Ich habe dann mehrere Artikel von ihr gelesen, die alle etwas Besonderes hatten.
00:04:35: Eine journalistische Distanz und gleichzeitig eine Verbundenheit zum Menschen den sie interviewt hat – zum Thema um das es ging!
00:04:46: Wisst Ihr was meine Folgerung daraus war?
00:04:50: Wir machen uns viel zu viele Gedanken, was in anderen Menschen abgeht gelähn fühlt oder denkt jemand anderen, denkt schlecht über uns.
00:05:00: In Wirklichkeit sind diese Menschen alle nur mit sich selber so beschäftigt und schon gar nicht mit uns.
00:05:08: Beruhig doch irgendwie!
00:05:10: Also mir hat sein freudiges Gefühl gegeben seit damals.
00:05:16: Und es wirkt.
00:05:17: Geht's euch auch so?
00:05:18: Habt ihr das auch erlebt?
00:05:19: Ihr könnt übrigens jederzeit schreiben am besten auf Instagram über Direkt Nachrichten.
00:05:25: Ihr könnt natürlich auch Kommentare hinterlassen.
00:05:28: Auch das freut mich sehr.
00:05:29: und eine Bewertung, wenn das auf eurer Plattform möglich ist.
00:05:32: Und den Podcast könnt ihr abonnieren?
00:05:35: Dann bekommt ihr in jede Woche am Mittwoch gibt's immer eine neue Folge!
00:05:38: Bis dann.
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